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Bodensatz im Heizöltank

Gelagertes Heizöl altert. Dabei bilden sich Sedimente, aus denen, zusammen mit dem sich am Boden der Tanks sammelnden Schwitzwasser, schlammartige Rückstände entstehen. Diese sind durch ihren Salzgehalt Ursache der Bodenkorrosion, der Hauptursache von Leckagen an Stahltanks. Als wichtigste Maßnahme dagegen gilt eine gründliche Innenreinigung bei innen ungeschützten Stahlbehältern im Turnus von 3 bis maximal 5 Jahren. Bei Tanks mit Leckschutzauskleidung sowie aus Kunststoff genügt im Allgemeinen eine Tankreinigung durch Spülung aller 5 Jahre.

Die Reinigung eines 5000- Liter -Tanks kostet bundesweit um die 500 DM; die Preise sind regional verschieden. Es gibt Tankserviceunternehmen, die Dienstleistungen wie Tankprüfungen, "Sumpfphasen-Diagnosen zur Feststellung des Sicherheitsstandards" oder gar die Tankreinigung kostenlos anbieten. Mit diesen teilweise fragwürdigen Geschenken wird möglicherweise nur der Zugang zum Tank gesucht, um den Besitzer anschließend zu überteuerten und meist unnötigen Sanierungsarbeiten zu überreden. Sollte man sich dann tatsächlich für eine Innenbeschichtung oder ähnliches entscheiden, ist man in einer vorteilhafteren Position, wenn man vor der Vergabe von Aufträgen ein schriftliches, detailliertes (und kostenloses) Angebot anfordert und noch andere Kostenvoranschläge einholt. Unter Umständen kann es auch rentabler sein, einwandige Stahlbatterietanks gegen Kunststofftanks auszutauschen.

Andere Maßnahmen zum Korrosionsschutz wie z.B. der Zusatz von "Additiven", sogenannten Antikorrosionsmitteln, können nur unter bestimmten Voraussetzungen die Lebensdauer von Stahltanks verlängern, im Normalfall jedoch nicht viel bewirken. Auch sogenannte "Unterschichtungsmittel", "Tankreiniger" oder "Silikagel-Patronen" stellen keine ernsthaften Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion dar.

Oftmals ist der Bodensatz im Öltank auch Grund dafür, daß der Brenner des Heizkessels rußt und verstopft wird: Bei neuen Ölvorratsbehältern besitzt der Absaugschlauch für alle Tankgrößen die gleiche Länge. Bei der Aufstellung des Tanks ist daher unbedingt darauf zu achten, daß dieser Schlauch auf die richtige Größe zurückgeschnitten wird. Ein zu tief installiertes Ende der Saugleitung im Tank kann zu Verstopfungen von Filter und Ölleitung und zum Ausfall oder Rußen des Brenners führen. Manchmal knicken auch die Abstandhalter am Ansaugschlauch weg und der Schlauch liegt am Boden.

Hilfe und Vorsorge kann ein flexibles Absaugrohr bringen, daß im Tank ständig obenauf schwimmt. Ein Schwimmkörper aus Kunststoff hält hierbei die Ansaugöffnung der flexiblen Leitung zuverlässig etwa fünf Zentimeter unterhalb des Ölspiegels. Ein sternförmiger Abstandhalter verhindert, daß sich die Ansaugöffnung bei sehr geringem Füllstand auf den Tankboden legt. Schwimmende Absaugrohre werden häufig bereits bei der Neuinstallation eingebaut. Sie lassen sich jedoch auch nachträglich ohne großen Aufwand anbringen.

Bei Öllieferungen wird oftmals auch vergessen, die gesamte Anlage für mindestens zwei Stunden auszuschalten. So können Partikel vom aufgewirbelten Bodensatz mitangesaugt werden und den Brennerbetrieb stören.